Workshops auf Anfrage (Auswahl)

 

Bei Interesse an den genannten Workshops und für Informationen zu weiteren Angeboten einfach ein Mail an info@magoa-hanke.eu.

 

Theater, Wissenschaft & Aktivismus

In diesem Workshop wird untersucht, wie Theater, inspiriert von Augusto Boals Methoden, akademische Forschung und Lehre sowie politischen Aktivismus bereichern kann. Er richtet sich an alle, die sich einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Theaters der Unterdrückten (TdU) wünschen und ausgewählte Methoden gleich selbst praktisch anwenden möchten. Sowie an jene, die Elemente des TdU in ihrem akademischen oder aktivistischen Kontext nützen wollen.

Grundlagen des TdU werden mit Hilfe von kleinen Geschichten und Illustrationen erläutert. Im praktischen Teil des Workshops experimentieren wir vor allem mit Methoden des Bildertheaters – auch Statuentheater genannt. Weitere Techniken des TdU werden am Rande gestreift und für theoretisch Interessierte gibt es einen Büchertisch sowie reichlich Literaturempfehlungen.

 

Akrobatik-Yoga: bewegt und bewegend

Dieser Workshop richtet sich an alle bewegungsfreudigen und berührungsfreundlichen Menschen. Nach einem gemeinsamen dynamischen Aufwärmen verbinden wir Körper- und Bewusstseinsübungen aus dem Theater mit Elementen aus dem Akrobatik-Yoga und leichten Einstiegsübungen in die Gruppen-Akrobatik. Dabei werden wir immer wieder nachspüren wie Körperhaltung, Bewegung und Gefühle miteinander in Beziehung stehen. In Summe geht es um Spaß an der inneren und äußeren Bewegung und um die Begegnung mit uns selbst und anderen. Bekleidungsempfehlung: bequeme (Sport-)Hose, T-Shirt, evtl. Pullover damit mensch auch in Pausen warm bleibt, barfuß.

 

Doing Drag: Kings, Queens & Quings

Wie fühlt es sich an, einmal ganz bewusst in die Rolle eines Mannes oder einer Frau zu schlüpfen? Was macht es mit mir, mich bewusst gegen die Einordnung in (nur) eine dieser beiden Kategorien zu entscheiden? Lässt sich die scheinbare Natürlichkeit des zugeschriebenen Geschlechts als weiblich oder männlich verunsichern, herausfordern, erweitern? Um diese und ähnliche Fragen zu erforschen, soll im Workshop ein „safer space“ geschaffen werden, in dem neue Rollen und Identitäten, die im Alltag oft sanktioniert werden, praktisch erprobt werden können.

Zunächst geht es darum, das äußere Erscheinungsbild mittels Bart, Binding, Make-up und Accessoires zu verändern. Es wird jede Menge Verwandlungs-Tipps und Material geben – falls ihr selbst Schuhe oder Kleidung habt, bringt diese gern zusätzlich mit. Anschließend geht es um Körperhaltung und Bewegung, Gestik und Mimik: es wird praktisch erforscht, wie diese die Selbst- und Fremdwahrnehmung beeinflussen. Theaterübungen helfen, mit der neuen Rolle und mit anderen in Kontakt zu kommen. Zum Schluss gibt’s für alle die Lust haben die Möglichkeit, ihre neue Rolle zu präsentieren. Und vielleicht kann mensch ja etwas von dem neu entdeckten Ausdrucksrepertoire mit in den Alltag nehmen – mit oder ohne Bart.